Festliches Konzert von Musikverein und Kirchenchor

Freue dich du Christenheit

 

 Es war ein festliches Konzert in der Fließemer Pfarrkirche Kreuzerhöhung/St. Stephanus, das gleich zu Beginn des neuen Jahres einen ersten Glanzpunkt im kulturellen Leben der Gemeinde setzte.

Pfarrgemeinde, Musikverein und Kirchenchor hatten zu diesem Neujahrskonzert eingeladen. Schon lange vor Beginn des Konzertes hatten sich viele Besucher eingefunden, das Kirchenschiff füllte sich bis auf den letzten Platz. 

Im Chorraum der schönen barocken Pfarrkirche hatten sich im Glanz des hell strahkenden Weihnachtsbaumes 70 Sängerinnen/Sänger und Musikerinnen/Musiker der beiden Vereine aufgestellt.

 Der Kirchenchor unter der Leitung von Manfred Kochems startete in das Programm mit dem traditionellen Andachtsjodler. In der nur mit wenig Licht erhellten Kirche wirkte das stimmungsvoll vorgetragene Djo-djo-i-ri natürlich sehr festlich. 

Mit "Es ist ein Ros entsprungen" von Michaerl Praetorius wurde ein alt bekanntes Weihnachtslied gesungen, das im Text das besondere Geheimnis der Geburt des Christkindes beschreibt.

In dem aus Rußland stammenden Lied "Ein groß Wunder", das von Josef Monter umkomponiert wurde, wurde nochmals die ärmliche Geburtsstätte in Bethlehem besungen. 

 Dann war es  der Musikverein unter der Leitung von Markus Wolsiffer, der festliche Töne erklingen ließ. Ob Hörner, Posaunen, Pauken oder Trompeten, ob Flöten oder Klarinetten, klangvoll füllte die Musik beim 2. Satz aus der Wassermusik "Air" von Georg Friedrich Händel das Kirchenschiff.

Dann waren es wiederum die Sängerinnen und Sänger, die zunächst mit dem von Manfred Kochens arrangierten Lied "Weil Gott in tiefster Nacht" die Bedeutung der Weihnacht für den Frieden unter den Menschen deutete. "Hört die Engelsboten singen" der Text von Charles Wesley und der Musik von Mendelsohn-Bartholdy erklang ein weiteres altes Weihnachtslied.

Die Melodie des altrussischen Kirchengesanges stammt von Dimitri Bortniaski, der deutsche Text von Klaus Siefert, Tebje Pajom passte nun richtig in den Konzertverlauf und verbreitete eine besondere Stimmung unter den Zuhörern. Voller Sehnsucht, der Ruf nach Frieden, in russ. und in deutsch vorgetragen, das passt nicht nur in die Weihnachtszeit und ist der Wunsch der ganzen Menschheit.

Mit Christmas Surprise von Peter Kleine Schaars war es dann nochmals der Musikverein, der einen weiteren musikalischen Höhepunkt setzte.

"The Rose" die Musik und der Text von Amanda McBroom ist schon ein Ohrwurm und gehört zum Repertoire des Fließemer Chores, zwar kein klassisches Weihnachtslied, doch mit Melodie und Text passend für die Winterzeit.

"Doch vergiss nicht an dem Zweig dort, der im Schnee beinah erfror, blüht im Frühling eine Rose..."

Ein weihnachtliches Halleluja  durfte natürlich nicht fehlen. Man hatte für diesen Abend das Cohen Halleluja ausgesucht, ein festlicher Lobgesang, der in englisch gesungen wurde.

Dann war abermals der Musikverein im Programmablauf an der Reihe. Mit Yellow Mountains" des Holländers Jacob de Haan und dem "Feliz Navidad" von Jose Feliciano erklangen wieder gehaltvolle festliche Töne.

Schon längst war die anfängliche Zurückhaltung bei den Besuchern im Gotteshaus gewichen, nach jeder Darbietung, ob vom Chor oder vom Musikverein, es wurde herzlich applaudiert.

An diesem Abend durfte das "White Christmas" natürlich nicht fehlen. So war es an diesem Abend auch nur ein Traum von der weißen Weihnacht, doch verspürte man den Wunsch nach dem Schnee und der winterlichen  Kälte mit einer Schlittenfahrt zum Weihnachtsfest.

Auch das folgende Lied "Winterwald" ( arr. von Manfred Kochems ) drückte diese Sehnsucht aus, Schnee und Eis hörte man knistern, die weißen Flocken, sie fielen vom Himmel.

Dann kam der Höhepunkt des Abends, der gemeinsame Auftritt von Musikverein und Kirchenchor, die 70 Akteure wurden von Markus Wolsiffer dirigiert.

Mit den bekannten Weihnachtsschlagern "Nobody knows" von Jet Penders und Swingle Bells von Twed Parson hatte man aber auch den letzten Besucher eingefangen und zum Mitsingen angeregt. Man war richtig gut drauf, und sang begeistert mit.

Es folgte dann auch langer Applaus der Zuhörer, als Lohn, den die Sänger und Musiker gerne entgegen nahmen.

Zum Beginn des Konzertes hatte  Pastor Thomas Weber zu diesem Konzert herzlich begrüßt und dem Kirchenchor und dem Musikverein für die Vorbereitung und für dieses gemeinsame Konzert gedankt.

" Es ist dies ein guter, gemeinsamer Start ins neue Jahr, in ein  Jahr, da wir uns besonders Frieden für uns, Frieden für die Welt wünschen", das waren die Worte des Seelsorgers. Der Pastor zollte den Akteuren großen Respekt und Anerkennung und bedankte sich besonders bei den beiden Dirigenten Manfred Kochems und Markus Wolsiffer sowie all denen, die bei der Planung und Ausführung geholfen haben.

Leo Kranz vom Kirchenchgor hatte bei seinem Grußwort den Dank für das gute Miteinander zwischen Chor und Musikverein sowie die große Unterstützung vieler Helfer/Innen ausgesprochen. Es war, es ist ein gelungenes Projekt, das man zu Recht als großartig und einmalig für unsere Gemeinde bezeichnen kann, so Leo Kranz voll des Lobes.

Zwischen den Darbietungen wurden Gedanken zum Weihnachtsfest, zum neuen Jahr vogetragen, wobei insbesondere die Erzählung zum "Zwischenfall im Hürtgenwald", vorgetragen von Markus Wolsiffer die Zuhörer beeindruckte, besinnlich stimmte.

Ein Geschehen im Kriegsjahr 1944 bei der Fam. Vincken, der Mann im Kriegseinsatz,  die Frau und Mutter in Sorgen zu Hause mit ihrem 12-jährigen Sohn zurückgezogen in einem abgelegenen Haus.

Da treffen plötzlich am heiligen Abend nacheinander Soldaten ein, deutsche und amerikanische Männer, ausgemergelt, verwundet, hungrig, verfrorer. Feinde treffen aufeinander. Der Frau gelingt es, Frieden zu stiften, für eine Nacht, für die heilige Nacht.

Sie kann die Männer bewegen, ihre Waffen abzulegen, gemeinsam eine spärliche warme Mahlzeit zu sich zu nehmen und Weihnachten friedlich zu feiern. Nach dieser Nacht ziehen die Soldtaen wieder zu ihren Truppen, nachdem man auch die Verletzungen versorgt hatte und sich noch einmal richtig wärmen konnte.

Diese Begebenheit bleibt zunächst unbeachtet, sie wird dann aber im Jan. 1996 von einem der Beteiligten öffentlich gemacht, erscheint als Nachricht in einer amerik. Zeitung, in der Fredick Post, ebenso wird in Bayern 2  am 21.12.2088 über diesen wunderbaren Vorfall  unter dem Titel Zwischenfall im Hürtgenwald berichtet.

Dann wird das Ereignis verfilmt. Unter dem Titel "Silent Night" sind es Millionen, die am Schicksal dieser Männer im Film teilnehmen. Der Film erhält weltweit höchste Auszeichnungen, nur in Deutaschland wird er nie gezeigt.

Es waren Gedanken zur EWeihnacht, ein Aufruf zum Frieden, befassen sich doch fast alle Weihnachtslieder mit dem Frieden, den die Engel verkündet haben.

 

Zum  festlichen Abschluss dieses Konzertes stimmten  Chor und Musikmverein zum gemeinsamen Singen ein. Mit "Auf Christen singt festliuche Lieder", "Tochter Zion" und "Oh du fröhliche"  füllte sich noch einmal das Kirchenrund mit frohem Gesang.

Man forderte eine Zugabe, noch einmal erklang das Swingle Bell, diesmal sang man mit, applaudierte zum Schluss herzlich als Dankeschön für mehr als 90  Minuten Festkonzert.

Man folgte nun gerne der Einladung zum Winterzauber ins Jugendheim, zum Platz vor dem Jugendheim, auch hier festlicher, schöner Weihnachtsschmuck. Die Stimmung hat die Menschen zum Winterzauber begleitet, man ließ Musik und Gesang weiter auf sich wirken und wünschte sich einen guten Start ins neue Jahr.

 

Unterzeichner, die Chormitglieder, die Musiker, die Verantwortlichen, sie konnten vielfach Lob und Anerkennung für dieses Konzert entgegen nehmen.

" Ich hatte an diesem Samstagnachmittag/abend mehrere Veranstaltungen/Konzerte hier in der Region zur Auswahl. Ich habe mich für Fließem entschieden und das war gut und richtig. Ein schöneres Konzert mit dieser tollen Stimmung und Atmosphäre hätte ich anderswo nicht  erlebt", so ein Ehepaar aus dem Bitburger Umland. Dieser Aussage schlossen sich viele Besucher an.

 

Sie dankten vielfach den Akteuren an diesem Abend, es war einfach ein tolles Konzert.

 

Wir sagen auch den Besuchern und Freunden ein Dankeschön fürs Kommen und wünschen ein gesundes, gesegnetes, friedvoilles Jahr 2016.

 

 Klaus Schnarrbach