Messfeier an der Kapelle Wachenforth

 

Es ist schon längst in Fließem zur Tradition geworden, dass am Pfingstmontag an der Kapelle Wachenforth ein festlicher Gottesdienst stattfindet. Seit nunmehr 30 Jahren gehen die Fließemer

an diesem Tag in feierlicher Prozession hinunter zur Kapelle, um auch so dieser Kapelle im Leben der Gemeinde eine besondere Bedeutung zukommen zu lassen.

Unter Pfarrer Müller wurde erstmals dieser Gottesdienst an der Wachenforther Kapelle eingeführt,

heute nicht mehr wegzudenken und fester Bestand im Kreis der besonderen Ereignis im Kirchenjahr.

 

In diesem Jahr war die Feier besonders festlich, erstrahlte die Kapelle im neuen Glanz, nachdem sie gänzlich renoviert worden ist.

 

Die Ortsgemeinde ist Eigentümer dieses Kleinods am Rand des Waldes zum Kylltal. Zusammen mit der Familie Ingrid und Matthias Zeimentz, die auch das Jahr hindurch für die Unterhaltung der Kapelle sorgt, hat die Gemeinde die Renovierung in Auftrag gegeben, von der Fa. Maler Köhler wurden diese Arbeiten ausgeführt. Malermeister Friedhelm Köhler selbst hat dabei einige Details besonders gestaltet, dabei auch denkmalpflegerische Gesichtspunkte bedacht. Auch wurde ein Teil der Arbeiten kostenlos von der Firma ausgeführt.

 

Am Pfingstmontag versammelte sich wieder eine große Schar von Gläubigen nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch aus dem Bitburger Umland, um in Prozession zur Kapelle zu gehen.

Die Prozession wurde auf dem Weg vom Musikverein Fließem unter der Leitung von Marcus Wolsiffer begleitet. Ebenso gaben die Musiker der Messfeier an der Kapelle einen festlichen, würdigen Glanz.

 

Pastor Thomas Weber stand der Messfeier vor, Konzelebranten waren Dechant i.R. Hermann Hellinghausen und Diakon Peter Weber.

In seiner Festpredigt ging Thomas Weber auf die besondere Bedeutung der Kapelle Wachenforth für die Menschen in der Gemeinde ein. Der Dank des Pfarrers galt den vielen Christen, die sich immer wieder auf den Weg zu dieser Kapelle machen und hier in ihren Anliegen beten, besonders den Beistand, den Segen der Mutter Gottes erbitten, die aber auch zu diesem Ort gehen, um für erfahrene Hilfe Dank zu sagen. Die Schrifttafel an den Gedenksteinen zeugen von diesem Dank.

Dank galt den Menschen an diesem Tag für das öffentliche Glaubensbekenntnis.

 

So wurde an diesem Pfingstmontag die Kapelle auch nach den Umgestaltungsarbeiten eingesegnet.

 

Der Ort, an dem heute die Kapelle steht, hatte über viele Jahrhunderte eine große Bedeutung im Bitburger und Prümer Land, stand doch hier eine Klosterkirche der Benediktiner aus Prüm. Viele Pflichtprozession führten zu dieser Klosterkirche. Besonders unter em 39, Abt. der Abtei Prüm Friedrich von Schleiden erlangte dieses Kloster eine besondere Bedeutung, er ließ in der Zeit um 1400 das Klostergut mit Kirche wieder aufbauen. Damals wurde als Patronin die heilige Maria Magdalena bestimmt, die Kapelle wurde mit vielen Reliquien versehen, es wurden Bruderschaften zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria, des heiligen Kreuzes, des hl. Anton und der hl. Maria Magdalena bestimmt. Von dem damaligen Chronisten wurden diese Bruderschaften als die bedeutendsten außerhalb der Klostermauern der Benediktinerabtei in Prüm beschrieben.

In der Klosterkirche selbst waren damals zwei Altäre. Heute befinden sich diese in der Pfarrkirche in Fließem und können dort besichtigt werden.

 

Pastor Weber dankte den Förderern der Kapelle Wachenforth, besonders der Familie Zeimentz, die für die Innenrenovierung sowie für die Neugestaltung der Heiligenbildnisse die Kosten übernommen hat, ebenso galt der Dank der Zivlgemeinde Fließem und der Firma Maler Köhler und deren Mitarbeitern, die insgesamt durch eine abgestimmte Farbgestaltung dieser Kapelle wieder einen neuen Glanz versehen haben.

 

Der Dank des Pastors galt aber auch den vielen, die zur festlichen Gestaltung der Prozession und der Messfeier beigetragen haben. Den vielen Messdienern, dem Musikverein Fließem unter der Leitung von Marcus Wollsiffer, besonders aber auch der Feuerwehr, die dafür gesorgt hat, dass um die Kapelle Sitzplätze zur Verfügung standen, all denen, die mitgeholfen haben, den Gottesdienst zu gestalten und vorzubereiten.

 

Am Ende des Gottesdienstes konnten sich die Besucher von der wunderschönes Innengestaltung überzeugen und fanden anerkennende Worte zur Gestaltung.

Da wurde mit Herzblut, mit viel Liebe gearbeitet, so hörte man viele Besucher sagen.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Fam. Zeimentz und die Ortsgemeinde zu einem Umtrunk und einem Imbiss an der Kapelle eingeladen.

Man blieb noch lange zusammen und genoß die Atmosüphäre zum Feiern, zum Gespräch.

? Ist das schön hier, ein wunderbarer Ort an der Kapelle Wachenforth, nicht nur zur stillen Muttergottesverehrung, sondern auch ein Ort, um Gemeinschaft zu erleben?, so war vielfach zu hören.

Erste Familien haben diesen Ort bereits auserkoren, um hier an der Kapelle zusammen zu frühstücken.

 

So wurde am Pfingstmontag 2015 nicht nur von den Teilnehmern am Gottesdienst bekundet, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn man hinunter geht zur Kapelle und dort Messe feiert,

ein neuer Begriff im Reigen der Brauchtumspflege machte die Runde: ?Wachenforther Frühstück?, an dem nun alljährlich nach diesem schönen Gottesdienst an der Kapelle teilnehmen wird.

 

Ortsbürgermeister Klaus Schnarrbach dankte im Anschluss ebenso den vielen Unterstützern, die es möglich machten, dass dieses Ereignis am Pfingstmontag zu einem Fest im Reigen der Traditions- und Brauchtumspflege geworden ist und damit der Kapelle wieder die Bedeutung zukommt, die dieser Ort über Jahrhunderte hatte.

Es ist ein Bedürfnis vieler Menschen aus dem Ort, hierher zu kommen, so bekräftigte Klaus Schnarrbach, ich erlebe es immer wieder, wie besonders ältere Menschen sich hierher bringen lassen, um in Stille zu beten, für ihr Leben zu danken, um Fürbitte zu halten.

 

 

 

 

 

und danach...

 

Wachenforther Frühstück