Ein Mädchen muss her!

Laienspiel im Fließemer Gemeindehaus

Lustiger Dreiakter von Erich Koch

 

Die Laienspielgruppe "Die Plüschmüscher" hat es mal wieder geschafft. mit einer glanzvollen Aufführung des Dreiakters haben sie die Besucher im voll besetzten Fließemer Gemeindehaus mehr als 120 Minuten köstlich unterhalten, so richtig zum Lachen gebracht.

Mit dem Lustspiel  haben sie voll ins Schwarze getroffen, Der Verfasser des Stücks, Erich Koch, der selbst schon einmal nach Fließem gekommen war, um eine Aufführung zu sehen, wäre auch an diesem Abend wieder begeistert gewesen.

 

Die Fließemer Laienspieler haben natürlich wieder auf Fließemer Platt gespielt, passender konnte man die Rollen nicht besetzen, die Akteure auf der Bühne waren hervorragend, das zeigte die Begeisterung der Besucher und der Applaus, mit dem man auch nicht geizte.

 

Zum Inhalt der Aufführung:

Da leben zwei Familien in einem Haus zufrieden zusammen, Alltag, wie man das Leben der Personen beschreiben würde.

Die Schwestern Marie und Magda, Marie mit ihrem Franz und Sohn Fabian, Magda mit ihrem Ehemann Emil und Tochter Manuela leben bescheiden und friedlich.

Doch dann kommt die große Wende. Die dritte Schwester Luise stirbt, zunächst wie es scheint, eines natürlichen Todes.

Doch es kommt der Verdacht auf, dass nachgeholfen wurde, hinterläßt die Verstorbene doch ein erhebliches Erbe.

So endet das ruhige. friedvolle Leben, es brechen ungeahnte Dinge auf die Familien ein. Der Pfarrer der Gemeinde verkündet das Testament.

Luise hinterläßt 2 Millionen, die die beiden Schwester Marie und Magda je zur Hälfte erben. Bedingung: sie müssen innerhalb von 2 Jahren noch einmal

Nachwuchs, und zwar ein Mädchen, bekommen. Das scheint gar unmöglich, sind beide doch schon etwas betagt im Alter um die 50 Jahre.

Sie geben die Hoffnungen jedoch nicht auf, die Männer Franz und Emil werden mobilisiert, das Schlafzimmer wird für sie zum Arbeitsplatz. Ein Mädchen muss her.

 

Da spielt dann der Dorfpfarrer ebenso wie der Dorfpolizist mit, fällt das Erbe je zu Hälfte an den örtlichen Tierschutzverein, deren Vorsitzender der Dorfpolizist Willi ist und zur anderen Hälfte an die Kirchengemeinde. Sie hoffen, dass sich natürlich kein Nachwuchs mehr einstellt. Sie wollen dieses verhindern, dabei spielt es für sie auch keine Rolle, ob die Mittel und Methoden so ganz legal sind. "Der Herr möge uns verzeihen" ds schlechte Gewissen regt sich.

 

Der Kampf ums Erbe spitzt sich zu. Die beiden Männer Franz und Emil sind schon bald überfordert, sie vermissen ihren Stammtisch, sie wollen ausbrechen.

Da kommt die Idee: Tochter Manuela wird aufgeklärt, sie soll für den Nachwuchs sorgen. Bisher war das Liebesverhältnis von Manuela und Fabian geheim, die Eltern waren ahnungslos.

 

Es kommt zu einigen   Verwirrungen im Leben der Familien. Wie kommt Oberwachtmeister Willi ins Schlafgemach von Ehefrau Magda, wie gar der Dorfpfarrer ins Ehebett von Marie. Wer hat hier nachgeholfen. Da waren Alkohol und andere Mittel im Spiel.

 

Zum Schluss klärt sich einiges auf, arbeiten doch alle an einem Ziel, die Millionen zu erben.

 

Geradezu perfekt haben sie ihre Rollen gespielt, es war mal wieder eine glanzvolle Laienschar, die aufgetreten ist und für 120 Minuten Unterhaltung, Lachen gesorgt hat.

 

Agnes Weber war Ehefrau Marie, Hermann Weiers deren Ehemann Franz , Gertrud Weiers war Ehefrau Nr. 2 Magda, ihre bessere Hälfte Ehemann Emil wurde gespielt von Arnold Krag, Susanne Bermes war die Tochter Manuela, Alexander Kranz in der Rolle von Sohn Fabian, der sich um Manuela bemühte, die Rolle des Pfarrers spielte Marco Raskob, Polizeioberwachtmeister Willi spielte Gabriel Kaub, es war eine Starbesetzung.

Als Souffleurin fungierte Renate Raskob, für die Maske zeichnete Agnes Hoffmann verantwortlich,   an der Tontechnik wirkte Jörg Antoine, das tolle Bühnenbild wurde von Achim Thielen, Jörg und Frank Weber entworfen und gestaltet. Durch das Programm führte Petra Müller.

 

Versäumen sie nicht die nächsten Aufführungen:

Freitag, 26.März  und Samstag, 27.März, jeweils 20.00 Uhr im Gemeindehaus. Dann wird sich nochmals der Vorhang öffnen zum lustige Dreiakter:

Ein Mädchen muss her!  

 

Klaus Schnarrbach

Die Laienspieler

Das Bühnengeschehen