
Bischof Stephan in Fließem willkomen
Es ist ein Bischof zum Anfassen, jemand, der auf die Menschen zugeht, mit ihnen spricht, ihre Sorgen und Nöte anhört, das konnte man aus aller Munde nach dem Visitationsbesuch von Bischof Stephan Ackermann am Samstag, 29.08.2009 in der Fließemer Pfarrgemeinde St. Stephanus/Kreuzerhöhung hören.
So merkte man schon nach seinem Eintreffen an der Pfarrkirche, wie er auf die Menschen zuging, dort standen Männer und Frauen, Kinder, mit denen er zunächst, vor der großen Begrüßung durch Dechant Klaus Bender, sprach, ihnen die Hand reichte.
Erstaunt war man dann auch über die herzliche Begrüßung, das Gespräch mit Firmlingen, mit den Messdienern, die sich zahlreich versammelt hatten.
Nach dem festlichen Einzug ins Gotteshaus zum Pontifikalamt, das der Bischof mit Dechant Bender und Pastor Hellinghausen feierte, wurde er von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Agnes Weber herzlich begrüßt. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende brachte ihre Freude über die Wahl von Dr. Ackermann zum Bischof von Trier zum Ausdruck.
In seiner Begrüßung ging Bischof Stephan auf die besondere Situation in der Pfarrgemeinde ein, Vakanz, Diakon Weber durch eine OP behindert.
Aber schon am nächsten Samstag wird ihr neuer Pastor hier festlich eingeführt, mit diesen Worten bereitete er dem neuen Geistlichen den Weg.
In seiner Predigt nahm der Bischof das Rollenspiel der Messdienergruppe auf.
"Ich bin dann mal weg", die Worte der Tochter beim Verlassen des Hauses, auf dem Weg zum Treffen mit Freunden, zu einer Feier. Es entsteht ein Gespräch mit Vater und Mutter, Absprachen werden getroffen, die Heimkehrzeit wird festgelegt.
Die Feststellung zum Schluss: Genau wie in diesem Anspiel ist Gott wie ein liebender Vater zu uns. Seine Gebote sollen uns nicht einengen, sondern Freiraum zum Leben geben.
Bischof Stephan vertiefte diese Gedanke, musste aber feststellen, dass das Leben mit und für Gott oftmals nicht so einfach ist. Wir müssen uns immer wieder für diesen liebenden Gott öffnen, uns immer wieder zu ihm bekennen, wenn es auch manchmal nicht so einfach ist.
Das Evangelium dieses Tages zeigte auch, wie die Jünger damals gefordert waren. Sie mussten sich auch entscheiden, auch wenn dieses öffentliche Bekenntnis zum Jesus von Nazareth nicht so ganz einfach war.
Ohne diesen Jesus, der für uns am Kreuz aus Liebe sein Leben gab, der für uns den Weg zum Vater geebnet hat, kann unser Leben nicht gelingen, so forderte Dr. Ackermann Kinder, Jugendliche und alle Christen auf, sich für das Evangelium zu öffnen, sich von diesem Jesus begeistern zu lassen.
Der Festgottesdienst wurde gestaltet vom Kirchenchor Fließem unter der Leitung von Julia Schaller. So entstand gar ein kurzer Dialog am Ende des Gottesdienst, als Bischof Stephan fragte, ob dieser schöne festliche Messgesang auch bei der Einführung des neuen Pastors gesungen würde. "Nein", so die Dirigentin, dafür proben wir eine weitere neue Messe ein.
Nach dem Pontifikalamt segnete der Bischof die Kinder, suchte mit den Gläubigen das Gespräch.
Wichtig war dem Bischof dann auch das Zusammenleben der Menschen in den Gemeinden. Auf Wunsch besuchte er die Brautleute Allan Kirupaparan und Shamila, geb. Antonyrai, die an diesem Tag in der Bitburger Liebfrauenkirche den Bund für Leben geschlossen haben und im Fließemer Gemeindehaus mit der Famlie und vielen Freunden feierten. Die Familie stammt aus Sri Lanka und lebt seit Jahren in Deutschland. Auch das ein Zeichen für alle Christen, die in unseren Gemeinden zusammen leben.