
Festliche Prozession an Fronleichnam
"Frohe Jubellieder bringen, wir o Herr, dir heute dar. Große, Kleine, Arme, Reiche, drängen sich um den Altar. Mächtig klingen Orgeltöne, festlich halt der Glockenklang, mächtiger und feierlicher töne unser Lobgesang."
So klingen die Lieder, bei uns könnte man ergänzen, festlich begleitet vom Musikverein, der Klang der Blasmusik gehört zu dieser Prozession.
Am Fest Fronleichnam zieht auch bei uns in Fließem, wie in vielen Dörfern der Eifel, eine festliche Prozession durch das Dorf.
Der alte kirchliche Brauch stammt wohl aus dem Rheinland und ist ertsmals im Jahre 1275 beurkundet, wohl auch in dieser Zeit kam der Brauch in unsere Eifeldörfer und wird mit viel Liebe bewahrt.
Nach der festlichen Messe ziehen die Gläubigen in der Prozession zu den vier Altären, wo nach den Textlesungen jeweils mit der Monstranz der feierliche Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt wird.
Vom Pastor wird unter dem "Himmel" die Monstranz mit dem Heiland in der Form einer Hostie durch die Ortsstraßen getragen. Der Himmel, ein viereckiger Stoffbaldachin, wird von Männern der Feuerwehr getragen.
Die Kommunionkinder dieses Jahres begleiten den Himmel zur rechten und zur linken, eine große Schar von Messdienern sind mit dabei, sie führen mit Kreuz und Fahnen die Prozession an.
An den Altären sitzen "Engelchen", die Kleinkinder des Ortes, die zusätzlich die Altäre schmücken.
Die Altäre sind mit wunderschönen Blütenteppichen von Altargemeinschaften an besonders markanten Punkten des Ortes vor der Prozession hergerichtet worden. Die Wegstrecke ist mit bunten Fähnchen geschmückt, an den Häusern
wurden die Fahnen angebracht und zieren die Wegstrecke, die die Prozession nimmt.
Das Gebet an den Altären und auf der Wegstrecke gilt den Anliegen der Kirche, den Anliegen der Menschen, die in der Gemeinde leben, man bezieht alle, die Kranken, die Kinder, die Jugend, die alten Menschen, die Verstorbenen mit ein.
Die Fürbitte galt den Anliegen der Kirche, dem Papst, den Bischöfen, den Seelsorgern, allen Menschen, die einen Dienst in der Kirche verrichten.
Die vertrauten Prozessionslieder, die vom Musikverein gespielt werden, wurden von den Gläubigen mitgesungen.
Zum Schluss ziehen die Gläubigen nochmals in die Pfarrkirche, Weihrauch
erfüllt den Kirchenraum.
Es erkling nochmals festlich zum Te Deum das festliche Großer Gott wir loben dich. Noch einmal erteilt der Priester den Segen mit der Monstranz.
Pastor Hellinghausen dankte am Schluss allen, die mitgeholfen haben, das Fest vorzubereiten, die Altäre hergerichtet haben und zum festlichen Gelingen beigetragen haben.
Fronleichnam ist nicht nur ein schöner alter Brauch, der fortgeführt wird, es ist auch ein Fest, bei dem die Menschen ihren Glauben öffentlich zeigen und bekennen.
Es ist ein schöner Brauch, der zum Leben der Kirchengemeinde, der ganzen Gemeinde gehört.
In diesem Jahr war es besonders festlich, dazu hat nicht nur das schöne Wetter beigetragen, der Musikverein ist alljährlich Garant dafür, das die Lieder nicht nur mächtig, sondern in einer feierlichen Art erklingen, froh halt!
Klaus Schnarrbach