
2010 De Stang ass verbrannt
Nach diesem langen Winter haben wir uns danach gesehnt, dass der Winter endlich weicht, hoffentlich mit dem Winterverbrennen auch gelingt. Die ersten Zugvögel kehrten dann auch an diesem Tag aus dem Süden zurück. Das war wohl ein gutes Zeichen.
So hatte es die Nacht zuvor nochmals heftig geschneit, die Dorfjungen hatten es besonders schwer, das Material zusammen zu fahren, um das Kreuz herzurichten und die Stang zu verbrennen.
Der alte Brauch wird von unserer Dorfjugend fortgesetzt, das ist gut, denn die vielfältige alte Tradition soll weitergegeben und erhalten bleiben.
Daher gilt der Jugend, den Burschen des Ortes unser Dank, Dank aber auch den vielen Menschen, die sich eingefunden hatten, um beim Anzünden und Abbrennen dabei zu sein.
Das Drumherum um den Brauch hat sich etwas geändert.
So zogen die Burschen früher durch den Ort und sammelten Eier, Mehl, Speck,
im Hause des Paares, das sich zuletzt vermählt hatte, wurden die Zutaten dann hergerichtet, Nauzen, Kakao für die Kinder am Nachmittag, am Abend traf man sich dann, um sich Eierkuchen, Eierspeck schmecken zu lassen.
Heute trifft man sich im Gasthaus, dort sitzt die Dorfjugend, sitzen die Stangenjungen zusammen und feiern das Ereignis.
Bewahrt haben sie die alte Tradition, dass das gebundene Kreuz von Hand aufgestellt wird. Es ist eine mühsame Arbeit. Die zu Scheren zusammengebundenen Holzstangen werden ständig umgesetzt, um das schwere Kreuz zentimeterweise nach oben zu drücken. Es hat in diesem Jahr mal wieder gut geklappt, dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Jugendlicher und auch einiger Erwachsener, die geholfen haben.
So stellten sich an diesem Abend auch wieder viele die bange Frage: Wie wird das Wetter? sagt man dem Sonntag, diesem Brauch doch auch wettermäßig
einige alte Regeln nach.
Es wird wohl bald Früjahr, der Rauch zog fast senkrecht nach oben.
Ein Brauch ist wieder wie früher eingeführt. Die Kinder treffen sich am Nachmittag dieses Tages wieder im Gemeindehaus zum Nauzenessen.
Christa Büttner und Elisabeth Fricke hatten sich wieder darum gekümmert, dass die Nauzen gebacken wurden und die Kinder, Eltern und Großeltern versorgt wurden. Es schmeckte nicht nur den Kindern, auch viele Jugendlichen waren gekommen, das freute die Frauen.
Man kann nicht genug dafür danken, dass sich immer wieder so viele Helferinnen/Helfer finden, die sich einbringen und an diesem Tag helfen, dass Tradition gelebt wird.
Den Hüttenjungen und den Nauzenfrauen ein herzliches Danke.
Klaus Schnarrbach
Ortsbürgermeister