
Karnevalstreiben 2010 in Fließem
Wenn auch in diesem Jahr keine traditionelle Kappensitzung stattfand, weil die Zahl der Akteure zu gering war, so wurde dennoch so richtig Fastnacht, Karneval, de Foosischt mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert.
Jung und alt konnten mitmachen. Es waren tolle Tage.
Begonnen haben die Senioren mit einem karnevalistischen Nachmittag im Gemeindehaus. Gesänge, Tänze, karnevalistische Einlagen, Frau Peifer verstand es mal wieder, für ausreichend Unterhaltung zu sorgen und die Senioren zu aktivieren.
Die Kinder zogen am Fetten Donnerstag durch das Dorf, um zu heischen. Die bekannten Heischelieder konnte man von den Kindern hören.
Ich bin ein armer König....,
Gras, Gras, Grämchen, e Hohner blecken et Blemchen.....
Wenn es auch bitterkalt war, dennoch ließen es sich die Kinder nicht nehmen, Süssigkeiten einzusammeln. Mit gefüllten Tüten zogen sie nach Hause, hoffentlich schaffen sie die vielen Leckereien bis zur Fastenzeit.
Die Frauen hatten am Altweiberdonnerstag ihren großen Tag. Eine Gruppe startete um 11.11 Uhr durch den Ort, kehrte an der ein oder anderen Stelle ein, so manches Gläschen wurde getrunken, Lieder konnten von der Musikbox abgerufen werden.
Den Abschluss machte man dann gemeinsam bei Schränger Hedi, wo sich bereits eine größere Gruppe Frauen am Nachmittag eingefunden hatte, um es zunächst etwas gemütlicher angehen zu lassen.
Die Männer bekamen zu spüren, dass sie nichts mehr zu sagen hatten.
Der Ortschef versuchte der Gefangennahme zu entgehen, doch es mißlang, auf offener Straße wurde er entmachtet, nur vorübergehend diente das Lösegeld einer Freilassung, Widerstand war zwecklos.
Die Fließemer Singvögel feierten am Freitag im Pfarrzentrum, auch hier ging es lustig zu. Die Kinder hatten zusammen mit Laura Barth ein lustiges Programm zusammengestellt. Karnevalistischer Nachwuchs, viele Sternchen
sind am karnevalistischen Himmel zu erkennen.
Die Vorbereitung und Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes hatte Laura Barth mit ihren Singvögeln übernommen.
Es war eine froh machende Botschaft, die die bunt gekleideten Kinder zusammen mit Pastor Thomas Weber herüberbrachten.
Lachen, Freude, Frohsinn war angesagt. Lob Gottes in frohen Liedern und Texten, die Gottesdienstbesucher freuten sich.
Pastor Weber hatte seine Predigt in Verse gefasst, am Valentinstag bot es sich an, virtuell einen bunten Strauß zu überreichen, es war alles dabei, von der Rose bis zum Kaktus, ob man sich da wiederfand in den doch tiefgründigen Worten des Pastors? Da fällt es mir mal wieder in die Hände:
"Bei mir piept es Herr" vom Laacher Benediktiner Drutmar Cremer, passend zu unseren Singvögeln aus Fließem. Herr, du hast mich zum Künstler der Stimme gemacht - dir zur Ehre, den Menschen zur Freude.
Dann folgte am Montag der Große Umzug durch den Ort mit dem anschließenden Karnevalstreiben im Gemeindehaus.
Organisiert von der Vereinsgemeinschaft, unterstützt von den Vereinen und Gruppen des Ortes,wurde mal wieder ein schöner Zug auf die Beine gebracht.
Doch auch an diesem Montag war es bitterkalt, die Nacht davor hatte es nochmals geschneit, überall Schnee, so weit das Auge reichte.
So brachten die bunten Kostüme Abwechslung, einen Farbtupfer in die Schneepracht.
Es waren tolle Zugbeiträge, tolle Motivwagen und Gruppen.
Jugendgruppen, 4, 5, 6 und 7, alle mit schönen Motivwagen, viel Arbeit, wie man sehen konnte, sie hat sich gelohnt, höchste Anerkennung von allen Seiten.
Die Feuerwehr mit einem Wagen, die Fußgruppen, Frauen, Jugendliche, die Frauengemeinschaft, sie sorgten, dass am Rande des Zuges Stimmung aufkam, dass getanzt, geschunkelt wurde, immer wieder zog die Polonäse durch die vielen Zuschauer, die trotz Kälte mitfeierten.
Auch zwei schöne Motivwagen aus Nattenheim, aus Naatem, wie sie sich selbst vorstellten. Mit Stolz auf ihr Dorf, zurecht, haben sie im letzten Jahr das 1250-jähriges Bestehen gefeiert.
Das schönste Dorf der Eifel Naatem, das wollte die Fließemer Jugendgruppe nicht stehen lassen:
Die Gruppe, die als Astronauten die Dörfer von oben bewertet hat, sie stellte fest: Von oben gesehen ist Fließem das schönste Dorf der Welt
Der Musikverein hatte bei Schränger Stimmung gemacht, dann auf der Kreuzgass noch einmal so sichtig mit Karnevalsliedern zum mitsingen und Schunkeln zugelegt; egal ob Humba oder Täterä, die Blasmusik ward gern gehört.
Kinder sammelten manchen Schokoladenriegel und füllten ihre Tüten, das ein oder anderen Gläschen zum Aufwärmen, das konnte den Erwachsenen keiner verwehren.
Es wurde lange gefeiert, getanzt, gesungen, bis tief in die Nacht, das Gemeindehaus wackelte.
Viel Lob, viel Applaus. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Karneval in Fließem, Fließem helau, Fließem alaaf.
Klaus Schnarrbach
Ortsbürgermeister